Taufregister
Taufregister
 Als Friedrich Otto August PfĂŒtzenreuter wurde er am 24. April 1870 in der "AltmĂ€rkischen Bierstube", Sandstr.10 in Gardelegen geboren.  
Geburtshaus
Sandstrasse - Gardelegen
Sein Vater war der ehemalige Ulanensoldat und Handlungsreisende Andreas PfĂŒtzenreuter (geboren am 9. Februar 1843 in Breitenbach bei Worbis) sowie die aus Gardelegen stammende Mutter Emilie geb. Schulz/Schultze (spĂ€ter adoptiert mit dem Namen Fischer)
Otto hatte 4 Geschwister: Emil, Margarethe, Elisabeth und den 1875 geborenen Johann, der im selben Jahr verstarb.
Vater Andreas
Andreas PfĂŒtzenreuter
Mutter Emilie
Mutter Emilie
  • Von 1876 - 1884 besucht er die katholische einklassige Volksschule
  • 1884 Kaufmannslehre beim Gardelegener Kaufmann Karl Grothe
  • 1885(?) Lehre bei Friedrich Heine (Kolonial-WarenhĂ€ndler) in Breitenbach bei Worbis
  • 1887 einen Monat Lehre bei einem Kaufmann in Lychen
  • Sommer 1887 Statist in "Fröbels Sommertheater" im VolksstĂŒck "Siebzig und Einundsiebzig"
  • Weihnachten 1887 in Obdachlosenheim in Berlin
  • 1888 Kurier,Tischler, Laufbursche, Statist und Komparse im Americain-Theater in Berlin. Auftritt als Mond und in Operette Zanzibar als Neger zusammen mit Paul Bendix, Hermann Frey und dem Komiker Neumann-Bliemchen

 

  • 1889 im StĂŒck "Der Spuk von Resau" spielt Reuter die Rolle des Bauernjungen Karl Voltar, der mit Kartoffeln und Bratpfannen nach Gespenstern werfen soll, er nennt sich jetzt Otto Reuter; am Ende der Spielzeit wird Otto vom Vater wieder nach Gardelegen zurĂŒckgeholt und muss dem, da nicht volljĂ€hrig, folgen
  • Januar 1890 - 1893 Gehilfe eines BuchhĂ€ndlers in Karlsruhe, schreibt klassische Werke zu VolksstĂŒcken um, 4 Dramen entstehen (Solon, der Gesetzgeber Athens; Christoph Columbus; Moderne Spartaner und Der arme Heinrich)
  • 1893 wohnt Reutter in der Bahnhofstr.54 und wird als "SekretĂ€r" gefĂŒhrt

Der Beginn als CoupletsÀnger, erzÀhlt in der Funkstunde 1930

  • April 1893 erstes DebĂŒt in Karlsruhe, zunĂ€chst einer der "Karlsruher VolkssĂ€nger "
  • 1893/94 unter anderem Mitglied im Ensemble "Wiener Ensemble" der Geschwister Hammerl
  • 1895 zieht Reutter in Karlsruhe in die Wilhelmstr.30 um, in der bis 1897 gemeldet bleibt. Wird er 1895 zwar noch als SekretĂ€r gefĂŒhrt, taucht er im Strassenverzeichnis schon als Komiker auf.

  • Februar 1895 Engagement in der Schweiz, Bern - Metropol-Theater
  • April 1895 Dresden, Apollo-Theater - verarbeitet Tagesgeschehen sofort in seinen Couplets - eine Sensation
  • Mai 1895 DĂŒsseldorf, Bockhalle
  • Juni 1895 Hamburg, VarietĂ© Hornhardt
  • Juni 1895, Otto Reutters Mutter Emilie stirbt; Engagement in Köln
  • September 1895 Otto Reuter besucht Gardelegen

 Cover "Der wunderschöne Leopold" 1895  

im Oktober 1895 wird mit dem Couplet "Der wunderschöne Leopold" (Musik: Otto Teich, Text: Otto Reuter) ein erstes gedrucktes Couplet angezeigt. Verlegt bei Otto Teich - Dresden (!!)

  • Januar 1896 Bremen - Theater Tivoli
  • Mai 1896 - Köln
  • im August 1896 werden die ersten Notenausgaben der Otto-Reuter-Reihe beim Verlag Otto Teich, nun Leipzig, angezeigt
  • 1.9.1896 1.Auftritt im Apollo-Theater Berlin bei Jaques GlĂŒck, Gastspiel verlĂ€ngert fĂŒr einen Monat. Gage 600M

 

  • November 1896 heiratet Otto Reuter in Karlsruhe Olga Theresia Nock
  • 9. Dezember 1896 - Sohn Otto PfĂŒtzenreuter geboren; 12. Dezember 1896 standesamtliche Anzeige, Auftritt am 16.12 im Kolosseum Karlsruhe
  • Januar 1897 Frankfurt am Main - Theater Orpheum
  • Februar 1897 Elberfeld
  • MĂ€rz 1897 im Apollo-Theater in NĂŒrnberg
  • April 1897, Reuter wird zu Otto Reutter (nach einem Rechtsstreit mit einem KĂŒnstler Namens Martin Reuter muss er ein zweites "t" einfĂŒgen), Nr.21 "Sultan Abdul Hamid" der Notenausgaben beim Verlag Otto Teich erscheint erstmals mit der neuen Schreibweise
  • Herbst 1897 Berlin Apollo-Theater, zusammenarbeit mit dem Filmpionier Oskar Messter
  • Oktober 1997 Bremen - Tivoli, November 1897 Hamburg - Hansatheater, Dezember 1897 Apollo-Theater Berlin

 

    • 1898 sind mehrere Coupletausgaben von Reutter bei verschiedenen Musikverlagen nachzuweisen, anscheinend war die Coupletreihe beim Verlag Otto Teich noch nicht exklusiv. So erscheint "Die kleine Wittwe" beim Verlag W. Aletter.

    • Beim Verlag Paul Fischer in Berlin erscheinen 6 weitere Couplets:
      • Allerlei LiebeserklĂ€rungen, (Text von Otto Reutter)
      • Das habe ich nicht gewollt. (Von Otto Reutter)
      • Leb wohl mein Kind, ich muss jetzt gehen. (Von Otto Reutter)
      • Die frĂŒhere Welt und die heutige Zeit (Musik von Carl May, Text von Otto Reutter, zweite Textfassung von Paul Henning)
      • Das wĂ€re doch wenigstens originell. (Von Otto Reutter)
      • Weiter hab' ich nichts geseh'n. (Von Otto Reutter)
      •  

  • Juli 1898 Reutter in Gardelegen
  • 25. April 1899 einziges Konzert in Gardelegen, Reutter stiftet die Einnahmen fĂŒr das Kriegerdenkmal der Stadt

1899 04 25 Programzettel Gardelegen

  • 22. Mai 1899 Reutters Vater - Andreas PfĂŒtzenreuter stirbt -  Beerdigung ist am 25. Mai 1899
  • Silvester 1899/1900 Konzert im Wintergarten Berlin
  • Januar-bis etwa MĂ€rz 1900 Engagement im Wintergarten Berlin
  • Reutter verlegt seinen Hauptwohnsitz von Karlsruhe nach Berlin
  • Sommer 1900 "Otto-Reutter-Tournee"; Direktor ist Max SchwerdtfĂŒhrer, mit dabei Musikerclown Georg Schindler, Pantomime GarcĂ­a, Radartist le petit Arthur, Kapellmeister Herchet. Gastspielorte: Mönchengladbach, Bochum, MĂŒhlheim, Aachen, Mannheim, Koblenz, Darmstadt, Dortmund, Krefeld, Duisburg, Karlsruhe

 

  • Jahreswende 1900/1901 Engagement im Wintergarten Berlin
  • 1901 ebenfalls Otto-Reutter-Tournee; weiterer Star ist Gretchen Reutter, wahrscheinlich die Geliebte Otto Reutters
  • Oktober 1901 erste nachweisbare Aufnahmen auf Schallplatten der Firma Grammophon in Berlin
  • Jahreswende 1901/1902 Dresden Victoria-Salon
  • Januar 1902 Berlin
  • Dezember 1902 Frankfurt am Main
  • April 1903 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • September 1903 Köln, danach Hamburg
  • Februar 1904 Frankfurt am Main
  • Um 1904 Operationen in Berlin, Leistenbruch?, Entfernung einer vier Pfund wiegenden Wucherung aus der Bauchhöhle
  • 1904 Scheidung von Olga Nock
  • Januar 1905 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe) 08.02.1906, S. 14
    Atemlos verfolgt man die Produktionen der muskulösen, schwarzhaarigen Gesellen, die bei ihrer hellgelben Hautfarbe einen famosen Eindruck machen. Sie wĂŒrden allein genĂŒgen, den Besuch des Wintergartens zu lohnen, und doch ist noch Otto Reutter - da. In Berlin etwas zum Lobe - Otto Reutters - zu sagen, wĂ€re noch ĂŒberflĂŒssiger als Eulen nach Athen zu tragen. (Reutter im Wintergarten)
  • Februar und MĂ€rz 1906 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • Sommer  1906 in Gardelegen, Juli 1906 im Krystallpalast-Variete in Leipzig
  • Februar 1907 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • April 1907 Central-Theater Dresden
  • 1907 drei Stummfilme als Reihe "Onkel KĂŒhn aus Neu-Ruppin"
  • Jahreswechsel 1907/1908 im Wintergarten Berlin
  • 1908 Trennung von Gretchen; Februar 1908 Wohnungswechsel; Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • April 1908 Auftritt vor Kronprinz Wilhelm in Potsdam, Neues Palais. Pianist ist Kapellmeister des Wintergartens Gustav Wanda
  • Mai 1908 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • Sommer 1908 - eine neue Geliebte Namens Nelly Berndt
  • Juli 1908 Todesmeldung bei einem EisenbahnunglĂŒck, Otto Reutter erfĂ€hrt dies in Heringsdorf auf der Insel Usedom
  • 8. / 21. Dezember 1908 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • Februar 1909 Auftritt vor dem Kronprinzen und dem Reichskanzler von BĂŒlow
  • MĂ€rz 1909 Gastspiel in Wien - Kolosseum
  • 17. Dezember 1909 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • MĂ€rz 1910 mit Vetter Karl Fischer in Paris
  • April 1910 Königsberg
  • Juni 1910 in SaarbrĂŒcken Apollo-Theater, danach Reise nach Paris
  • Juli 1910 Kur in Nordhausen, Besuch des Geburtsortes seines Vaters Breitenbach
  • 12. Januar 1911 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • 27. Februar 1911 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • Juni 1911 in Gardelegen (SchĂŒtzenfest)
  • 22. November Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • 13. Januar 1912 Premiere des Stummfilms "Otto Reutter will Schauspieler werden"; 1914 weiterere Filme "Otto heiratet" und "Otto als Dienstmann"
  • 1912 Reise ans Mittelmeer zur Erholung
  • 17. September 1912 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • Herbst 1912 Berlin Metropol-Theater mit Heinrich Zille in der Revue "Chauffeur - ins Metropol!"
  • 29. Januar 1913 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • April 1913 Hannover
  • Sommer 1913 (?) - Reutter mal privat mit der Mutter seiner Tochter Charlotte auf dem Schiff "Meteor"

 

  • 20. November 1913 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • Dezember 1913 Breslau Varietee Liebich
  • Januar 1914 Straßburg, Februar 1914 Stuttgart, MĂ€rz 1914 Schumann-Theater Frankfurt / Main und  Magdeburg Zentral-Theater, Juli 1914 VarietĂ©e Battenberg Leipzig
  • 22. Mai 1914 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • 1914 Reutters Sohn in der stĂ€dtischen Realschule in Gardelegen
  • September 1914 DĂŒsseldorf Apollo-Theater
  • Herbst 1914 Reutter tritt im Palast-Theater am Zoo in Berlin mit Max Reichardt in einer Kriegs-Revue auf

 

  • November 1914 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • Januar 1915 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • 1. Februar 1915 Reutter mietet das Palast-Theater am Zoo in Berlin fĂŒr fĂŒnf Jahre und wird dessen Direktor
  • 15. Februar 1915 - seine uneheliche Tochter Charlotte wird in Berlin-Wilmersdorf geboren
  • April 1915 Palast-Theater am Zoo - Revue "Landwehrmann und Pikarde"
  • Oktober 1915 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • Januar 1916 Palast-Theater am Zoo - Revue "Muttchen hat's Wort"
  • 7. Mai 1916 Otto Reutters Sohn stirbt auf dem Schlachtfeld von Verdun (Azannes), 21. Mai 1916 die Beerdigung in Gardelegen

 

  • 1. Juni 1916 "Der Zug nach dem Balkan", Revue von Paul Lincke, hat im Palast-Theater am Zoo Premiere. In den Hauptrollen sind KĂ€the Dorsch, Otto Reutter und Anna MĂŒller-Lincke zu sehen.
  • August 1916 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • zwischen 1917 - 18 entstehen 3 Schallplatten mit 6 Titeln
  • MĂ€rz 1917 Palast-Theater am Zoo - Revue "Berlin im Krieg"

 

  • Oktober 1917 Palast-Theater am Zoo - Revue "Geh'n Sie blos nicht nach Berlin"
  • 1. Oktober 1918 beendet Otto Reutter seine Arbeit im Palast-Theater und ĂŒberlĂ€sst das Nutzungsrecht der UFA fĂŒr 125.000 Mark
  • Herbst 1918 Reutter wohnt in Berlin Wilmersdorf, Bregenzer Straße
  • Ende 1918 kauft Reutter in Gardelegen eine Villa, die Waldschnibbe
  • Januar 1919 heiratet Otto Reutter Evi Bendrin, seine SekretĂ€rin und Geliebte
  • ab 1919 einige ZeitungsbeitrĂ€ge fĂŒr den Berliner Ulk" (Chefredakteur Kurt Tucholksy)
  • 1919 Gastspiel in Holland
  • August 1919 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • Jahreswende 1919/1920 Engagement in Leipzig, danach in Tilsit
  • Mai 1920 Gastspiel im neu eröffneten Cabaret "Wien-Berlin in Berlin
  • August 1920 Cottbus
  • Oktober 1920 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • August 1922 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • Juli 1923 Kabarett Nachtlicht Berlin JĂ€gerstraße

 

  • Januar 1924 Engagement in den KĂŒnstlerspielen "Hessenland" in  Kassel
  • 1924 Auftritt vor Prinz Adalbert von Preußen in Bad Homburg
  • Mai 1924 Essen Arkadia-KĂŒnstlerspielen
  • August 1925 Auftritt im Programm der Berliner Rundfunk Sendestelle
  • Sommer 1925 Auftritt in Landsberg an der Warte; September 1925 Halle an der Saale Steintor-Varietee
  • November 1925 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • November 1926 Schallpalttenaufnahmen in Berlin
  • Ende 1925 Engagement im Wintergarten in Berlin
  • Mai 1927 in Tilsit, dort setzt Reutter sein Testament auf. Evi Reutter wird merkwĂŒrdigerweise als "meine geschiedene Frau Evi (Marie) geborene Bendrien" bezeichnet, hat sich Reutter als wieder scheiden lassen? Im Testament werden zwei uneheliche Kinder erwĂ€hnt, das 2. Kind ist bis jetzt unbekannt
  • Januar 1928 in Hannover Variete LöwenbrĂ€u
  • April 1928 Schallplattenaufnahmen in Berlin
  • November 1928 Dortmund - Odeon und im Variete "Groß-Köln" in Köln
  • 10. April 1929  Schallpalttenaufnahmen in Berlin
  • 1929 entgĂŒltiger Verkauf  der Villa in Gardelegen
  • Mai 1929 Gastspiel in Bielefeld - siehe Zeitungsartikel
  • 6. April 1930 ist Reutter beim Rundfunk in der Sendung " Zu Otto Reutters 60. Geburtstag -  Otto Reutter erzĂ€hlt aus seinem Leben"
  • April 1930 60. Geburtstag - Feier im Wintergarten Berlin, ein Auto Marke Fiat wird angeschafft

  • Mai 1930 Plattenaufnahmen in Berlin, LĂŒtzowstr. 76 - Schumannsaal
  • Juni und Juli 1930 Reise in die StĂ€tten seiner Jugend, Worbis, Leinefelde, Breitenbach, Lychen
  • 8. August 1930 bei der Einweihung des Heinrich-Zille-Denkmals im Garten des Theaters am Kottbusser Tor in Berlin; Urlaub an der Ostsee
  • September 1930 Frankfurt am Main "Schumanns Theater"; Ende September Radiokonzert fĂŒr den Sender Frankfurt
  • Oktober 1930 Ferienreise nach Tirol
  • Januar 1931 Leipzig Varietee "Drei Linden"
  • Februar 1931 in Breslau im Varietee Liebich, dort mehrere HerzanfĂ€lle, Absage des Auftritts am 27.2
  • am 28.2.1931 Nachtreise von Breslau nch DĂŒsseldorf mit einem Mietwagen
  • 1. MĂ€rz 1931 DĂŒsseldorf Apollo-VarietĂ© letzter Auftritt
  • 3.MĂ€rz 1931 Reutter stirbt um 23 Uhr in der Privatklinik Golzheim in DĂŒsseldorf; 7.MĂ€rz Beerdigung in Gardelegen

  • Reutters erste GrabstĂ€tte befand sich nicht am heutigen Ort, sondern einige Meter entfernt. Monate nach der Beerdigung wird die entgĂŒltige GrabstĂ€tte mit einer BĂŒste Reutters fertig.
  • Evi Reutter ist Alleinerbin und erbt etwa 500.000 Mark (spĂ€ter heiratet Sie einen Herrn Sommer), Reutters beide Schwestern gehen leer aus. Das 1927 in Tilsit aufgeschriebene Testament enthĂ€lt zwei Überraschungen. Reutter muss sich zu diesem Zeitpunkt von seiner Frau Evi wieder scheiden gelassen haben, ausserdem hinterliess er zwei unehelichen Kindern ein Legat von je 10000 Mark. Noch heute leben direkte Nachfahren von Otto Reutter.

 

  • Mit dem Kriegsende 1945 gehen wahrscheinlich fast alle der SammlungsstĂŒcke aus dem Archiv von Otto Reutter, welche in einem Berliner Speicher gelagert wurden, verloren
  • Februar 1946 wird Evi Sommer-Reutter in Werder bei Potsdam unter dem Vorwurf, sie hĂ€tte in ihrer kleinen Marmeladenfabrik "Ostarbeiterinnen" misshandelt, von den sowjetischen Behörden verhaftet. Das Urteil - 15 Jahre Zwangsarbeit,Enteignung und Einziehung des Vermögens, damit geht der Nachlass Reutters entgĂŒltig verloren
  • Evi Reutter-Sommer stirbt am 3.11.1950 nach Lagerhaft in Jamlitz, MĂŒhlberg, Sachsenhausen in der Strafanstalt Stollberg-Hoheneck

Quellen: Oppermann, Otto-Reutter-Gedenkbuch, Danner, 1931; Wiesner, Otto Reutter hinter den Kulissen ...!, Graef, 1931; Wilschke, Im Licht des Scheinwerfers, Kranich, 1941; Bemmann, Otto Reutter, Ullstein 1996; Becker, Otto Reutter, Sutton, 2010, Aufnahmelisten der Dt. Grammophon; Berliner Zeitung

 

 

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